{"id":243,"date":"2017-05-14T16:34:15","date_gmt":"2017-05-14T14:34:15","guid":{"rendered":"http:\/\/myblack.ch\/index.php\/?p=243"},"modified":"2020-03-09T15:19:08","modified_gmt":"2020-03-09T14:19:08","slug":"green-island-bali","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/myblack.ch\/index.php\/green-island-bali\/","title":{"rendered":"Green Island &#8230;.. Bali"},"content":{"rendered":"<p>Zuerst aber hatten wir noch die letzten Tage in Australien zu geniessen. Auf der R\u00fcckfahrt nach Cairns machten wir in Palm Cove einen \u00dcbernachtungshalt. Dieser Campingplatz ist sch\u00f6n gelegen. Es sind einige Schritte zum Strand und in den Ort Palm Cove. Der Ort ist recht chic herausgeputzt, es scheint hier ein Senioren-Refugium zu sein. Mit vielen Hunden. Oder Pingos, wie Luc jetzt den Hunden sagt. Er meint Dingos und findet, alle seien gef\u00e4hrlich.<br \/>\nWeiter ging es zur\u00fcck nach Cairns, nochmals in den Bespassungscampingplatz. Das freute die Jungs, und sie rutschten sich fast die Badehosen durch.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag starteten wir zu unserem letzten Ausflug. Per Schiff ging es nach Green Island. Diese Insel erreicht man mit dem Schiff in einer knappen Stunde. Green Island ist klein, hat aber einige sch\u00f6ne Pl\u00e4tze zum Schnorcheln. Damit Luc auch mal die Unterwasserwelt entdecken konnte, haben wir das Rundum-Sorglos-Paket inklusive Glasbodenboot gebucht.<br \/>\nDie Glasbodenboottour war eindr\u00fccklich, die Unterwasserwelt hier war bunt und vielf\u00e4ltig. Eine Meeresschildkr\u00f6te stattete uns auch einen Kurzbesuch ab.<br \/>\nNach der Glasbodenfahrt ging es weiter zum Schnorcheln. Zuerst musste man aber noch ein unglaublich abartiges Retortentouril\u00e4deligebiet durchqueren. Ausgerichtet auf asiatische Touristen, genauer gesagt Chinesen.<br \/>\nEs hatte auch gef\u00fchlte 99% Chinesen auf der Insel. Reto und ich m\u00f6gen die Chinesen je gerne, und wir alle kennen das Treiben auf dem Schwanenplatz. Hier war es etwa das Gleiche, einfach in Warm.<br \/>\nNun denn, Schnorcheln geh\u00f6rt dann eher nicht zu ihrem gedr\u00e4ngten Tagesplan, und so war es zum Schnorcheln eher ruhig.<br \/>\nWas man von der Unterwasserwelt nicht behaupten konnte. Es war wundersch\u00f6n zum Schnorcheln, und auch C\u00e9dric kam erst aus dem Wasser, als er blaue Lippen hatte. Er war ebenso begeistert von den Fischen, wie von den farbenpr\u00e4chtigen Korallen. Besondere Freude hatte er an den Fischen, die aussahen wie Dori und Nemo, und an einem k\u00f6nigsblauen Seestern. Und eine Seeschlange hat er auch gesehen, was er mir nat\u00fcrlich an Land sofort erz\u00e4hlte.<br \/>\nNachdem C\u00e9dric wieder an Land war, schnorchelte Reto noch weiter und erlebte sein pers\u00f6nliches Schnorchelhighlight. Er schwamm einige Minuten mit einer Meeresschildkr\u00f6te. Die Schildkr\u00f6te f\u00fchlte sich anscheinend durch seine Anwesenheit nicht gest\u00f6rt. Sie blickte einige Male zur\u00fcck und erkannte Reto offensichtlich als Artgenossen. Dazu erspar ich mir jetzt einen Kommentar, obwohl er sich aufdr\u00e4ngen w\u00fcrde. Von wegen fliehendem Kinn und so. Aber wie gesagt, kein Kommentar.<br \/>\nDas konnte ich nat\u00fcrlich nicht auf mir sitzen lassen und schnorchelte nochmals los. Auch ich war v\u00f6llig fasziniert von der bunten Unterwasserwelt und gab nicht auf, bis auch ich eine Schildkr\u00f6te sah. Wir schwammen zwar nicht nebeneinander, aber ich war trotzdem total aus dem H\u00e4uschen. Dies war ein w\u00fcrdiger Abschluss von unserem Australien-Aufenthalt.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen mussten wir dann unsere Sachen zusammenpacken (jesses, haben wir echt schon soooo viel eingekauft?!?) und unser heissgeliebtes Wohnmobil abgeben. Fast h\u00e4tte ich es noch abgefackelt, als ich Mikrowellenpopcorn machte. Naja, nur das Popcorn fing Feuer. Es bot sich nun ein neues Dufterlebnis. Aber ich finde, der Kokelgeruch ist fast noch besser als der ich-weiss-nicht-was-der vor-uns-im-Wohnmobil-ausgekippt-hat- Geruch.<br \/>\nDas war denen von der Vermietung egal. Sie nahmen das Womo auch stinkend und mit einigen Tellern weniger kommentarlos zur\u00fcck.<br \/>\nDen Tag verbrachten wir nochmals an der Lagune in Cairns, und flogen erst sp\u00e4tabends weiter nach Bali. Weil wir mitten in der Nacht ankamen, haben wir uns im Voraus ein Hoteltaxi bestellt.<br \/>\nEmpfangen im Auto wurden wir mit Erfrischungsgetr\u00e4nken und Erfrischungslappen. Wir ahnten bereits, dass unser Hotel keine Absteige sein wird. Unser Zimmer hier ist ziemlich toll. Zweist\u00f6ckig, mit zwei Badezimmern. Und riiiesig. Eine Unglaubliche Umstellung zum Wohnmobil. Aber wir haben uns bereits daran gew\u00f6hnt\u2026<br \/>\nDie Hotelanlage ist ebenfalls riesig, mit vielen Pools, eigenem Strandzugang, grossen Parkanlagen und mehreren Restaurants. Alles ist sehr balinesisch und wir sind hier in eine v\u00f6llig andere Welt abgetaucht.<br \/>\nWobei es f\u00fcr uns sehr gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig ist, dass zweimal am Tag jemand das Zimmer aufr\u00e4umt. Nach einer ausgiebigen Baderunde unternahmen wir unseren ersten Ausflug zu einem bekannten Tempel, der auf einer Klippe steht. F\u00fcr die Kinder waren die aggressiven Affen spannender als der Tempel, und f\u00fcr die indonesischen und chinesischen Besucher waren Luc und C\u00e9dric sehr beliebte Streichel- und Fotoobjekte.<br \/>\nAbends assen wir am Strand in Jimbaran. An dieser Promenade stehen die Tische abends am Sandstrand bis fast ans Meer. Wundersch\u00f6n und romantisch. Und auch lecker. Dieser Ort hat aber auch eine tragische Geschichte. 2005 detonierten an dieser Strandpromenade mehrere Sprengs\u00e4tze.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag unternahmen wir nachmittags einen Ausflug nach Kuta.<br \/>\nKuta ist DER Massentourismushotspot in Bali, mit allem, was dazugeh\u00f6rt.<br \/>\nViele Marktst\u00e4nde, die alle fast das Gleiche verkaufen, unz\u00e4hlige Shops von bekannten Marken, Fastfoodl\u00e4den und Bars reihen sich in einem un\u00fcbersichtlichen Gewirr aneinander. Der Strand ist aber wundersch\u00f6n, und es gibt viele improvisierte K\u00fchlbox-Plastikstuhl-Strandeizli und noch mehr Frauen, die einem irgendetwas Gutes tun wollten Massage, Pedik\u00fcre oder Haare flechten. Ich hab jetzt Bl\u00fcemli auf meinen Zehenn\u00e4geln\u2026<br \/>\nKuta ist aber auch der Ort der Anschl\u00e4ge von 2002 und 2005. Gedenktafeln erinnern an diese schrecklichen Ereignisse.<br \/>\nHeute machten wir dann einen Ausflug. Der Taxifahrer unseres Vertrauens holte uns ab. besser gesagt dessen Bruder\u2026<br \/>\nDen ersten Halt machten wir an einer \u201eTanzveranstaltung\u201c. Wir erwarteten traditionelle balinesische T\u00e4nze, geboten wurde uns aber eine skurrile Kom\u00f6die, die nur sehr entfernt etwas mit Tanzen zu tun hatte. Da in dem St\u00fcck aber Drachen, Hexen und einige prunkvoll verzierte Gestalten auftraten, waren die Jungs fasziniert. Fasziniert waren wir vor allem von der ganzen Szenerie, die sich da rundherum abspielte.<br \/>\nIndonesische Touristen wurden gleich carweise herangekarrt, mit Kind und Kegel. Es waren nur wenige Langnasen vor Ort. Als wir eintrafen, war die Arena schon gut gef\u00fcllt, und der Platzanweiser suchte f\u00fcr uns Pl\u00e4tze. Sofort wollten alle Platz machen, damit sie neben uns sitzen durften, und alle wollten Luc und C\u00e9dric fotografieren, anfassen und knuddeln.<br \/>\nC\u00e9dric setzte seinen Killerblick auf, er fand das gar nicht lustig. Luc verkroch sich ganz scheu zu mir, was die Fotomafia noch putziger fand.<br \/>\nDie Jungs wurden mit allerlei Zeltli eingedeckt und wir h\u00e4tten mal wieder gute Gesch\u00e4fte gemacht, wenn wir Geld f\u00fcr alle Fotos genommen h\u00e4tten.<br \/>\nDas Theater war eine totale Freakshow. Weiter ging es zu zwei Tempeln, wo wir die mystischen Figuren bestaunten. Auf der langen, ziemlich verkehrsreichen Taxifahrt konnten wir vieles sehen.<br \/>\nEs war spannend, wie hier die einzelnen Handwerksbereiche nach Gebieten aufgeteilt sind. Das heisst, in einem Ort gib es vor allem Batikmanufakturen, im n\u00e4chsten arbeiten die Steinmetze, etwas weiter wird geschnitzt und das n\u00e4chste Dorf lebt vom Silberschmuck.<br \/>\nWir wehrten uns erfolgreich dagegen, dass unser Taxifahrer uns in diese L\u00e4den schleppte und fuhren dann weiter nach Ubud.<br \/>\nHier war es dann etwa so, wie wir uns das vorgestellt haben. Viele Marktst\u00e4nde, die den \u00fcblichen Ramsch verh\u00f6kern, aber auch viele kleine L\u00e4deli, liebevoll eingerichtete Caf\u00e9s und eine angenehme Hippieathmosph\u00e4re. Herzerw\u00e4rmend war eine Szene heute an einem Markt. Ein kleiner Junge spielte am Stand seiner Eltern auf dem Smartphone ein Legospiel, das auch unsere Jungs auf dem Tablet ab und zu spielen. Luc erkannte die Melodie und ging sofort zu dem Jungen hin, um ihm beim Spielen zuzusehen. Der Junge und Luc starrten daraufhin beide ins Handy, und der Junge holte noch einen Stuhl f\u00fcr Luc dazu. Die zwei Knirpse hatten dann eine kleine Konversation, jeder in seiner Sprache. Und doch verstanden sie sich. Irgendwie vorbildlich. Wir kauften an diesem Stand aber trotzdem nichts.<br \/>\nIn Ubud h\u00e4tten wir gerne noch etwas mehr Zeit verbracht, aber es wurde bereits Abend,\u00a0 und die Jungs fanden es dann irgendwann trotz neuem Holzd\u00fcsenjet nicht mehr so witzig.<br \/>\nWir fuhren dann wieder zur\u00fcck ins Hotel, in die gesch\u00fctzte Retortenwelt, fern von der Realit\u00e4t.<br \/>\nSo faszinierend diese exotischen Kunstwerke, Tempel, Gottheiten und Br\u00e4uche auch sind, so verst\u00f6rend empfinden wir einige Sachen hier. Diese Armut abseits der Touristenpfade, die von \u00fcberall identischer Billigware \u00fcberf\u00fcllten M\u00e4rkte und dieses unglaubliche Verkehrschaos bilden einen harten Kontrast zu dem, was wir hier in der Hotelanlage erleben. Trotzdem ist es spannend, zu sehen, wie das Leben hier pulsiert! Viele Erinnerungen an unsere Chinareise vor zehn Jahren werden hier wieder aufgefrischt.<br \/>\nWir freuen uns sehr auf die n\u00e4chsten zehn Tage und m\u00f6chten diese Insel unbedingt noch besser kennenlernen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuerst aber hatten wir noch die letzten Tage in Australien zu geniessen. Auf der R\u00fcckfahrt nach Cairns machten wir in Palm Cove einen \u00dcbernachtungshalt. 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